Diagnose Brustkrebs

 "Das bedeutet, ich habe Krebs?" - "Ja!"

 

Ein Tag, wie jeder andere, ich saß im Büro.

Das Telefon klingelte, es war die onkologische Praxis, bei der ich wegen eines geschwollenen Lymphknotens in der linken Achselhöhle vorstellig wurde.

"Hallo Frau Blume, der pathologische Befund liegt vor. Kommen Sie bitte morgen früh um 9.00 Uhr in die Praxis."

Meine Hände zitterten und mir liefen Tränen über die Wangen.

"Warum können die mir nicht am Telefon sagen, was los ist?", waren meine Gedanken.

 Auf dem Weg nach Hause rief ich meine beste Freundin Jessica an und erzählte ihr von dem Termin am nächsten Morgen.

Wir beruhigten mich: "Ist doch klar, dass das Ergebnis bei denen vorliegt, die haben dich schließlich ins Krankenhaus zur OP geschickt. Klar, dass der Befund dorthin zurück kommt. Es muss nichts heißen, nur weil es eine onkologische Praxis ist."

 

Nach einer schlaflosen Nacht, machte ich mich am nächsten Morgen zitternd und weinend mit meinem Beulen-Polo auf zur onkologischen Praxis. Ich hatte eine unbeschreibliche Angst vor dem, was mich erwartete.

Vorher hatte ich noch versucht jemanden zu finden, der mich begleitet, aber wie das oft so ist, fand sich niemand. Alle mussten arbeiten oder waren am Tag vorher feiern.

"Ach, mach dir keine Gedanken. Da wird schon nichts Ernstes sein.", waren die Worte, die ich von Allen hörte.

Menschen glauben doch immer an das Gute.

 

Nach einer kurzen Zeit im Wartezimmer wurde ich aufgerufen und ging ins Zimmer des Chefarztes der Onkologie Dr. Gilch.

"Hallo Frau Blume, wie geht es Ihnen?", fragte er.

"Ich habe Angst, fürchterliche Angst.", war meine Antwort.

"Frau Blume, bei dem, was ich Ihnen jetzt mitteile, es wird gute Wege zur Heilung geben.", sagte er.

Ich hatte plötzlich einen Kloß im Hals, der war so dick, dass ich nicht mehr schlucken konnte. Ich verfiel in eine Schockstarre und dachte unter mir löst sich der Boden auf.

"In dem bei Ihnen entnommenen Lymphknoten wurden bösartige Zellen gefunden.", mehr sagte er nicht und schaute mich mitfühlend an.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Schweigens, fragte ich:

"Das bedeutet, ich habe Krebs?"

"Ja, Brustkrebs!", war seine Antwort.

Ich falle, ich falle, ich falle!

Alles war leer, nur noch endlose Leere.

Ich nahm zitternd mein Handy und schickte drei Freundinnen die drei Worte "Ich habe Krebs".