Angst


Woher wissen wir, dass es Angst ist?

Ich habe...

... einen Kloß im Hals.

... einen Stein im Magen.

... schwere Last auf dem Rücken.

... Luftnot.

... Herzrasen.

... Schlafstörungen.

... zitternde Hände.

... den kalten Schweiß auf der Stirn.

 

Warum und wovor haben wir Angst?

Schon als Säugling haben wir erfahren, was Angst bedeutet. 

Sie war bereits in unserer Kindheit unser Überlebensinstinkt. 

Immer dann, wenn wir Hunger hatten oder uns alleine fühlten, haben wir geweint oder geschrien, um von unseren Eltern mit dem versorgt zu werden, was wir gerade dringend benötigten.

Schon als Neugeborene wussten wir, dass wir uns unser Überleben sichern müssen.

Dieses Gefühl tragen wir je nach unserer eigenen emotionalen Beschaffenheit (Vulnerabilität), Erziehung unserer Eltern und unserem sozialen Umfeld stärker oder schwächer ausgeprägt mit ins Erwachsenenalter.

Es ist und bleibt also bis jetzt nichts anderes, als die Angst ums Überleben.

Drastisch ausgedrückt fürchten wir uns vor der Auseinandersetzung mit dem Tod.

In Zeiten schwerer Krankheiten, wie beispielsweise Krebs, ist die Angst somit selbstverständlich ein ständiger Wegbegleiter.

 

Wie ist das denn genau mit dem Überleben?

Klar ist, dass wir alle irgendwann sterben.

Das kann bei einem Anschlag im Shopping-Center passieren, genauso können wir mit dem Flugzeug abstürzen oder beim Busunglück ums Leben kommen. Die meisten Menschen sterben statistisch gesehen beim Autounfall und Auto fahren wir doch bestimmt fast alle, oder?

Man kann an (Brust-)Krebs sterben - muss man aber nicht.

Theoretisch könnte es uns oder unseren lieben Mitmenschen jeden Tag passieren - muss es aber nicht.

Im Grunde ist es egal, woran wir mal sterben. Es ist wichtig sich klar zu machen, dass es jeden Tag passieren könnte und, dass es deshalb wichtig ist JEDEN TAG BEWUSST ZU LEBEN.

 

Wie gehen wir am besten mit der Angst um?

Die Angst hat ihre Daseinsberechtigung, sie hat allen Grund uns zu besuchen und auch in nächster Zeit bei uns zu wohnen.

Wir haben es schließlich nicht anders gelernt, als uns in bedrohlichen Situationen um unser Überleben zu sorgen. Wir möchten nicht verhungern und genauso möchten wir nicht an Krebs sterben.

 

Also, heißen wir sie doch willkommen:

Herzlich willkommen liebe Angst!

Tritt ein, du darfst bei mir wohnen.

Es ist ganz klar, dass du da bist,

denn ich habe eine schwere Krankheit.

Du warst schon immer da,

nur jetzt nehme ich dich bewusster wahr, als je zuvor.

Ich gebe dir Raum, denn du gehörst jetzt zu mir.

Lass uns Freunde sein. 

 

Nur wenn wir nicht etwas bekämpfen, was seine Daseinsberechtigung hat, können wir es schaffen loszulassen und damit zu leben.

Erst wenn wir die Angst annehmen, beherrscht sie uns nicht mehr!